Fliehendes Kinn

Die Klinik für plastische und kosmetische Chirurgie in Heidelberg

Das Profil eines Menschen ist ein wesentliches Kriterium zur Einschätzung seiner Person. Wer nun durch eine Unterentwicklung seines Unterkiefers zu dem Personenkreis gehört, ein fliehendes Kinn zu haben, wird bereits seit seiner Kindheit ungute Erinnerungen damit verbinden. Denn ein fliehendes Kinn steht für Willensschwäche und mangelnde Leistungsfähigkeit. Diese Attribute machen sich später im Berufsleben deutlich bemerkbar, denn es ist nicht leicht Karriere zu machen, wenn der erste Eindruck, den man vermittelt, nicht gut ankommt.

Ein anderes Problem bei Kinn Fehlbildungen ist der falsche Biß. Wer ein fliehendes Kinn hat, der leidet in der Regel unter einem Überbiß. Dieser Überbiß kann zur Folge haben, daß die aufgenommene Nahrung nicht richtig zerkaut werden kann. Dadurch können sich wiederum Stoffwechselstörungen im Magen/Darmbereich entwickeln bis hin zu Morbus Crohn einer gefährlichen Darmkrankheit mit entzündlichen Schüben, die oft eine Darmresektion erforderlich machen.

Diese und andere Probleme sind bei Kinn Fehlbildungen an der Tagesordnung. Ein fliehendes Kinn kann zum Beispiel verantwortlich sein für chronische Rückenschmerzen, die nicht jeder Arzt mit einer Fehlbildung des Kiefers in Verbindung bringen wird.
Die Korrektur der Kinn Fehlbildungen wird mittels verschiedener Operationsverfahren vorgenommen, deren Kosten von der Krankenkasse bei medizinischer Indikation übernommen werden. Anders verhält es sich bei reinen Schönheitsoperationen. Hier muß der Patient die Kosten selbst tragen. Sie sind von Klinik zu Klinik unterschiedlich.
Ein fliehendes Kinn ist recht einfach zu korrigieren. Eine Möglichkeit besteht darin die fehlende Knochensubstanz durch entweder körpereigenes Füllmaterial zu ersetzen. Dafür nimmt man in der Regel den Knorpel der Rippen, oder man löst den Unterkiefer am Gelenk aus und schiebt ihn etwas nach vorne. Dafür ist lediglich ein Schnitt in der Mundschleimhaut erforderlich, so daß man von außen überhaupt nicht sieht, daß so ein Eingriff vorgenommen wurde. Die gelöste Stelle wird dann mit Titanplättchen verschraubt, die im Körper verbleiben können, denn sie sind gut verträglich.