Kinnaufbau
Das Gesicht ist die Visitenkarte des Menschen. Hier vermittelt man seinem Gegenüber einen ersten Eindruck seiner Person. Das gilt übrigens auch für Blinde, denn durch den Tastsinn lassen sich die Konturen des Gesichtes sehr gut erfassen. Wenn die Gesichtsform nun nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht, kann man der Natur mittels der modernen Medizin etwas unter die Arme greifen und sein äußeres Erscheinungsbild dahingehend verändern, daß man gesellschaftliche Anerkennung für sein gutes Aussehen erhält.
Besonders bei Mißbildungen des Unterkiefers kann eine Kinnkorrektur durch einen gut durchgeführten Kinnaufbau für den Patient eine Kehrtwendung in dessen Leben bedeuten, denn die Lebensqualität wird sich dadurch von heute auf morgen um ein Vielfaches steigern.
Beim Kinnaufbau im Bereich des Unterkiefers wird häufig mit Silikon und Gore Tex, die man als Füllmaterial im Bereich des Unterkieferknochens einsetzt, gearbeitet, weil diese Materialien besonders gut verträglich sind.
Es gibt Kieferorthopäden, die für diesen Bereich natürliches Material vorziehen. Dafür entnehmen sie in der Regel Rippenbogenknorpel und setzen das zerkleinerte Material unter den Muskel, der sich im Mund oberhalb des Unterkieferknochens befindet.
Die Ergebnisse sind tadellos. Für den Patient bedeutet diese Kinnkorrektur nicht nur eine Verschönerung seines äußeren Erscheinungsbildes. Eventuell vorhandene Beschwerdebilder wie Rückenschmerzen, die durch die Fehlbildung entstanden sind, können sich nun nach einer Weile wieder regenerieren.
Auch Störungen des Verdauungsapparates können so behoben werden, weil der Überbiß durch diese Operation korrigiert wurde.
Kinnaufbau im Bereich des Oberkiefers wendet man besonders bei der Kiefer - Gaumen Spalte an. Hier wird zusätzlich bei der Verwendung des Füllmaterials mit resorbierbaren Miniplättchen, mancherorts auch mit Titanplättchen die dort verschraubt werden eine zusätzliche Stabilität erwirkt, die es dem Patienten ermöglicht das Krankenhaus nach 3 - 5 Tagen wieder zu verlassen. Die resorbierbaren Plättchen lösen sich nach mehreren Wochen im Körper auf. Die Titanplättchen können nach einem halben Jahr wieder entfernt werden bei Bedarf.