Vorstehendes Kinn

Die Klinik für plastische und kosmetische Chirurgie in Heidelberg

Das menschliche Kinn

Das menschliche Kinn hat einen zentralen Einfluss auf die Gesamterscheinung eines Gesichtes. Dies ist zum einen durch seine zentrale Lage begründet, zum anderen durch die annähernde Unmöglichkeit, ein fliehendes oder vorstehendes Kinn zu verstecken. Menschen leiden stark unter dieser Form der Fehlbildung, die sich vor allem innerhalb der Profilwahrnehmung des Gesichtes auswirkt.

Das vorstehende Kinn

Das vorstehende Kinn geht häufig mit einer gleichzeitigen Zahn- oder Kieferfehlstellung einher, die medizinisch als Progenie bezeichnet wird. Neben genetisch bedingten Ursachen, kann diese Form der Fehlbildung auch durch mangelnde Wachstumsimpulse im Bereich des Oberkiefers ausgelöst worden sein. Operative Eingriffe werden daher häufig in enger Zusammenarbeit zwischen plastischen und Kieferchirurgen geplant und durchgeführt, um so ein optimales Ergebnis, auch in Bezug auf die Kieferfunktion, zu gewährleisten.

Die Korrekturmöglichkeiten der plastischen Chirurgie

Soll das vorstehende Kinn durch einen operativen Eingriff korrigiert werden, so erfolgt dies, zur Verhinderung sichtbarer Narben, von der Mundhöhle aus. Der plastische Chirurg entfernt ein Teil des Knochens, der das Kinn bildet und zwar in der Weise, dass ein keilförmiger Abschnitt entfernt wird. Anschließend wird die Kinnspitze mit dem verbleibenden Knochen durch einen Metallsteg verbunden. Auf diesem Weg besteht die Möglichkeit, je nach Anforderung, sowohl ein nach unten, als auch nach vorne stehendes Kinn zu korrigieren. Der eigentliche Eingriff, insbesondere die Planung in Bezug auf den tatsächlich zu entnehmenden Knochenteil, wird durch den plastischen Chirurgen in sorgfältiger Abstimmung auf die Gesichtsform und die Gesamtharmonie in den Gesichtsproportionen des Patienten durchgeführt.

Nach dem Eingriff

In den ersten Tagen nach dem Eingriff kann es verstärkt zu Anschwellungen im Operationsgebiet kommen. Hierdurch ist die Nahrungsaufnahme erschwert und der Patient sollte sich bereits im Vorfeld auf besonders weiche Kost nach der Operation einstellen. Eine insgesamt erhöhte Empfindlichkeit des Gesichtes, schränkt die Bewegungsfreiheit und die Sprechfähigkeit eventuell ein. Patienten sollten sich hier allerdings ohnehin für einige Zeit schonen, insbesondere Sport und mögliche mechanische Belastungen der Operationsregion vermeiden.